Hydraulischer Abgleich

Wer im Bereich der Heizungstechnik auf Fördermittel zurückgreifen möchte wird sich auch mit diesem Thema beschäftigen müssen. Von der KFW, BAFA und auch vielen anderen Förderprogrammen wird der Nachweis zur Durchführung des hydraulischen Abgleichs gefordert.

Die KfW fordert den hydraulischem Abgleich aber auch bei großflächigen Sanierungen (50% der wärmeübertragenden Umfassungsfläche) an der Gebäudehülle.

 

Welche Idee verfolgt der hydraulische Abgleich?

Das Heizungswasser wird über eine zentrale Umwälzpumpe zu den Heizkörpern bzw. Verteilern der Fußbodenheizung gepumpt. Wie man sich gut vorstellen kann, sucht sich das Wasser den Weg des geringsten Widerstandes. Es liegt also nahe, dass Heizkörper, die weiter von der Umwälzpumpe entfernt sind weniger von der im System verteilten Wärme beziehen als die Heizköper mit einer besseren Lage. Diese Erkenntnis führt oft dazu, dass die Systemtemperaturen angehoben werden, um auf diesen Weg alle Heizkörper mit der erforderlichen Wärmemenge zu versorgen. Eine Anhebung der Vorlauftemperatur hat in Verbindung mit allen modernen Heizungssystemen (Brennwerttechnik, Wärmepumpentechnik) eine negative Auswirkung auf den Wirkungsgrad und bringt somit einen höheren Energieverbrauch mit sich.

Anstatt die Wärmeversorgung über eine höhere Systemtemperatur zu gewährleisten, erscheint es deutlich sinnvoller eine gleichmäßigere Verteilung der Wärme auf einem niedrigen Temperaturniveau zu erreichen.

Genau diese Idee steckt hinter einem hydraulischen Abgleich.

In der Praxis wird zunächst ermittelt, welche Wassermenge jeder Heizkörper für die Wärmeversorgung seines Aufstellungsraums benötigt. Durch neue Ventile können Voreinstellungen getroffen werden, die eine genaue Aufteilung der zirkulierenden Wassermenge ermöglichen.

 

Gerne kümmern wir uns um die Berechnung der Voreinstellungen und stellen das Ergebnis direkt dem ausführen Installateur zur Einstellung der neuen Ventile zur Verfügung.