Hydraulischer Abgleich

Wer im Bereich der Heizungstechnik auf Fördermittel zurückgreifen möchte wird sich auch mit diesem Thema beschäftigen müssen. Von der KFW, BAFA und auch vielen anderen Förderprogrammen wird der Nachweis zur Durchführung des hydraulischen Abgleichs gefordert.

Die KfW fordert den hydraulischem Abgleich aber auch bei großflächigen Sanierungen (50% der wärmeübertragenden Umfassungsfläche) an der Gebäudehülle.

Förderung des hydraulischen Abgleichs und Maßnahmen zur Heizungsoptimierung

Nicht nur der Einbau einer neuen Heizungsanlage ist förderfähig. Auch die Optimierung einer bestehenden Anlage (bereits seit zwei Jahren im Betrieb) wird von der BAFA und der KfW gefördert.

Förderung der BAFA (neu ab dem 01. August 2016)

Im Rahmen der neu aufgelegten Förderung werden bis zu 30% der Nettoinvestitionskosten, die für die Optimierung der Heizungsanlage aufgebracht wurden, als nicht rückzahlbarer Zuschuss zur Verfügung gestellt. Der Förderhöchstbetrag liegt bei 25 000 €.

Folgende Maßnahmen sind förderfähig:

Austausch bestehender Pumpen durch Hocheffizienzpumpen

Durchführung eines hydraulischen Abgleichs

 

Förderung der KfW

Die KfW fördert die Optimierung von Heizungsanlagen als Einzelmaßnahme. Als Bauherr können Sie zwischen einem Zuschuss von 10 % (Programm 430) oder einem Kredit von 0,75 % p.a. zuzüglich Tilgungszuschuss von 7,5 % (Programm 152) wählen. Zur Beantragung dieser Fördermittel ist die Einbindung eines Sachverständigen erforderlich.

Folgende Maßnahmen sind förderfähig:

BAFA oder KfW  ?

Mit dem Zuschuss von 30% ist die BAFA-Förderung in den meisten Fällen interessanter. Allerdings gibt es einige Maßnahmen, die nur bei der KfW förderfähig sind. Hier sollte anhand von Angeboten oder Kostenschätzungen der ausführenden Firmen geprüft werden, welches Förderprogramm für Sie den größten Vorteile ergibt.

 

Welche Idee verfolgt der hydraulische Abgleich?

Das Heizungswasser wird über eine zentrale Umwälzpumpe zu den Heizkörpern bzw. Verteilern der Fußbodenheizung gepumpt. Wie man sich gut vorstellen kann, sucht sich das Wasser den Weg des geringsten Widerstandes. Es liegt also nahe, dass Heizkörper, die weiter von der Umwälzpumpe entfernt sind weniger von der im System verteilten Wärme beziehen als die Heizköper mit einer besseren Lage. Diese Erkenntnis führt oft dazu, dass die Systemtemperaturen angehoben werden, um auf diesen Weg alle Heizkörper mit der erforderlichen Wärmemenge zu versorgen. Eine Anhebung der Vorlauftemperatur hat in Verbindung mit allen modernen Heizungssystemen (Brennwerttechnik, Wärmepumpentechnik) eine negative Auswirkung auf den Wirkungsgrad und bringt somit einen höheren Energieverbrauch mit sich.

Anstatt die Wärmeversorgung über eine höhere Systemtemperatur zu gewährleisten, erscheint es deutlich sinnvoller eine gleichmäßigere Verteilung der Wärme auf einem niedrigen Temperaturniveau zu erreichen.

Genau diese Idee steckt hinter einem hydraulischen Abgleich.

In der Praxis wird zunächst ermittelt, welche Wassermenge jeder Heizkörper für die Wärmeversorgung seines Aufstellungsraums benötigt. Durch neue Ventile können Voreinstellungen getroffen werden, die eine genaue Aufteilung der zirkulierenden Wassermenge ermöglichen.

 

Gerne kümmern wir uns um die Berechnung der Voreinstellungen und stellen das Ergebnis direkt dem ausführen Installateur zur Einstellung der neuen Ventile zur Verfügung.