Energieausweise

Der Energieausweis

Der Energieausweis ist das Ergebnis einer energetischen Gebäudebewertung unter Berücksichtigung der Gebäudehülle und der Anlagentechnik. Anhand dieser Bewertung können verschiedene Gebäude hinsichtlich des Energiebedarfs verglichen werden. Als Vergleichswert wird der Primärenergiefaktor (KWh/(m²∙a)) genutzt. Der Primärenergiefaktor beschreibt den tatsächlichen Bedarf eines Energieträgers unter Berücksichtigung der gesamten Prozesskette (Gewinnung, Umwandlung, Verteilung).

Seit dem 01. Mai 2015 muss der Energieausweis spätestens bei der Besichtigung einer Immobilie vorliegen. Verkäufern, Vermietern oder Leasinggebern, die einen Energieausweis nicht, nicht rechtzeitig oder unvollständig vorlegen, droht ein Bußgeld von bis zu 15.000 €.

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Energieausweise. Je nach Baujahr bzw. Anzahl der Wohneinheiten muss ein Verbrauchsausweis oder ein Bedarfsausweis erstellt werden.

Verbrauchsausweis

Für alle Gebäude deren Bauantrag nach dem 1. November 1977 gestellt wurde bzw. für alle Gebäude, die nach der Durchführung einer energetischen Sanierungsmaßnahme dem Anforderungsniveau der Wärmeschutzverorndnung vom 11. August 1977 entsprechen kann ein Verbrauchsausweis erstellt werden.

Für Wohngebäude mit mindestens 5 Wohneinheiten kann unabhängig vom Baujahr immer die Variante Verbrauchsausweis gewählt werden.

Die Ausarbeitung eines Verbrauchsausweises beruht, wie der Name schon vermuten lässt, zum größten Teil auf den Verbrauchswerten. Für die Erstellung werden die Verbrauchsangaben der Heizung (Abrechnung der Gas-, Öl- oder Stromlieferanten) von drei aufeinanderfolgenden Jahren ohne Leerstand benötigt. Zusätzlich werden einige Informationen zum Gebäude benötigt.

Die Ausarbeitung eines Verbrauchausweises ist im Gegensatz zum Bedarfsausweis mit weniger Aufwand und somit auch mit weniger Kosten verbunden.

Anhand des Verbrauchsausweis ist es nicht möglich, Aussagen zu sinnvollen Sanierungsmaßnahmen zu treffen, da keine genaueren Informationen zum Ist-Zustand des Gebäudes erfasst werden.

Bedarfsausweis

Für alle Gebäude, deren Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt wurde, an denen keine umfangreichen energetischen Sanierungsmaßnahmen durchgeführt wurden und die weniger als fünf Wohneinheiten umfassen, muss ein Bedarfsausweis erstellt werden.

Für die Erstellung eines Bedarfsausweises wird anhand der Gebäudegrundrisse ein 3D-Modell erstellt. Informationen zu den einzelnen Bauteilen (Dach, Fenster, Außenwände, etc.) und der Anlagentechnik werden während eines Vor-Ort-Termins erfasst und auf das Modell übertragen.

So wird unabhängig von den Verbrauchsdaten der Energiebedarf eines Gebäudes ermittelt.

Der Bedarfsausweis hat gegenüber dem Verbrauchsausweis zwei erhebliche Vorteile.

Allerdings ist die Ausarbeitung des Bedarfsausweises aufwendiger und somit mit höheren Kosten verbunden.

 

Gerne beraten wir Sie bei der Auswahl des passenden Energieausweises und kümmern uns anschließend um eine schnelle Ausarbeitung, damit Sie Ihre Immobilie ohne Wartezeiten anbieten und verkaufen/vermieten können.